Blickfeld Messe Stand CES 2020

Das war die CES 2020

Was kommt nach dem Hype? – Nun sind echte Lösungen sind gefragt.

Während etablierte Messen hierzulande immer mehr um Aussteller ringen und dazu gezwungen sind, ihre Konzepte zu überdenken, ist die Consumer Electronics Show, kurz CES, in Las Vegas für viele Unternehmen weltweit zu der Messe geworden, die man keinesfalls verpassen darf. Auch die Player der Automobilbranche findet man inzwischen eher auf der CES als in Detroit oder auf der IAA. Warum? Weil sich das Auto immer mehr in Richtung Smartphone und Gadget entwickelt. Autonome Anwendungen dominieren in den letzten Jahren die Stände der Mobilitätsanbieter und Autohersteller, weshalb auch Blickfeld in den letzten Jahren auf der CES zu finden war – in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem eigenen Stand im Smart City Bereich.

Futuristische Visionen in allen Hallen

Daimler Vision AVTR / Source and copyrights: Daimler

An den Präsentationen schillernder Zukunftsvisionen kam man auch in diesem Jahr kaum vorbei. Besonders Daimler mit seinem „AVTR“ Konzeptfahrzeug, Hyundai in Zusammenarbeit mit Uber mit einem elektrischen Lufttaxi oder Sony mit einem eigens entwickelten Elektroauto, das mit allerlei Entertainmentmöglichkeiten ausgestattet ist, werden noch lange im Gedächtnis bleiben. Neben diesen Visionen, die zum Teil nach doch eher entfernter Zukunftsmusik klingen, kam der aufmerksame Betrachter um eine Beobachtung nicht umhin: Der Blick auf das autonome Fahren ist in der Branche deutlich klarer, als er es vor ein paar Jahren noch war. Der große Hype um vollautonomes Fahren entsprechend Level 4 ist verflogen, viele Anbieter reden nun vom Schritt zu vermehrten Assistenzsystemen, also Level 2+, oder teilautomatisiertem Fahren, etwa auf der Autobahn (Level 3). Und das ist in Ordnung: Ein Hype ist schön und gut, doch über die Zeit muss sich herausstellen, was wirklich dahintersteckt. Das autonome Fahren ist so komplex, dass sich die Hersteller auf konkrete Lösungen konzentrieren müssen, für die die Ausmaße und Business Cases klar definiert sind. An diesem Punkt ist die Branche nun angekommen: Die Roadmap zu echten Lösungen für (teil-)automatisierte Anwendungen ist klar, die Voraussetzungen dafür sind festgelegt.

Wenig verwunderlich ist, dass auch 2020 wieder zahlreiche LiDAR-Firmen auf der CES vertreten waren. Die Nachfrage nach der Sensortechnik ist groß und das Angebot gerade noch sehr vielfältig. Jedoch merkt man auch hier, dass eine Fokussierung notwendig wird: Die Nachfrage konzentriert sich klar auf spezialisierte Sensoren mit eindeutigem Wettbewerbsvorteil – es werden konkrete Anforderungen an LiDAR-Sensoren gestellt, um spezifische Szenarien abzubilden.

Konkrete Lösungen

Blickfeld Auto-Demo

Am Blickfeld-Stand und in unserem Demo-Auto haben wir diesen Trend deutlich gespürt. Verschiedenste Unternehmen mit den unterschiedlichsten Anforderungen haben das Gespräch gesucht und Interesse an unseren zwei LiDAR-Modellen bekundet. Viele kannten die Stärken unserer Technologie und hatten bereits sehr genaue Vorstellung zum Einsatz der Geräte in ihren Anwendungen, was uns darin bestätigt hat, dass wir mit unserem Ansatz, performante, kleine und robuste Sensoren zu einem erschwinglichen Preis zu bauen, absolut richtig liegen.

Zu guter Letzt wollen wir in diesem kurzen CES-Rückblick natürlich auch noch über den Eyecatcher auf dem Blickfeld-Stand reden. Während das Herz unseres CES-Auftritts natürlich die Sensoren mit den dazugehörigen Live-Demos waren, so sind die Blickfeld Cubes schlicht zu klein, um einen Messestand zu füllen. (Was sich hier wie ein Nachteil anhört, ist natürlich eigentlich ein riesiger Vorteil, wenn es beispielsweise um Fahrzeugdesign geht – hier lässt sich der Blickfeld Cube kaum merklich in Scheinwerfer oder das Autodach integrieren.) Wir haben daher das Innenleben unserer Geräte, die auf MEMS-Spiegeln basieren, aufgegriffen und eine raffinierte Spiegelwand auf unseren Stand gebaut, die sowohl unser Corporate Design, als auch unser Scanpattern aufgegriffen hat. Ein echter Showstopper, der aus allen Ecken der Halle gut sichtbar war. Das Fazit: Nicht nur die großen Hersteller können schillernde Messestände bauen!

Einige Eindrücke von der CES 2020: