Was ist LiDAR?

LiDAR Sensoren ermöglichen eine detaillierte und zuverlässige Erschließung sowie Abbildung der Umwelt mit Hilfe von geometrischen Informationen.

Das Potenzial von LiDAR

LiDAR wird als Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren gehandelt, da die Sensoren sehr detaillierte und robuste Informationen über Abstände, Geschwindigkeiten, Größendimensionen und die Form von Objekten in der Umgebung des Fahrzeugs bereitstellen. Auf Grundlage dieser 3D-Umgebungsinformationen treffen autonome Autos sodann Fahrentscheidungen, die ein sicheres, selbstständiges Navigieren auch in unbekanntem Umfeld möglich machen.

Wie funktionieren LiDAR Sensoren?

LiDAR ist eine dem Radar verwandte Technologie. Anstelle von Radiowellen werden von einem 3D-Scanner Laserpulse ausgesendet, die, für das menschliche Auge unsichtbar, auf Objekte treffen und reflektiert werden. Der Sensor misst die Laufzeit zwischen Aussenden und Rückkehr des Laserpulses und errechnet daraus die Entfernung zwischen Sensor und Objekt. Ein LiDAR tut dies bis zu einer Million Mal pro Sekunde und fasst die Ergebnisse in einer 3D-Karte der Umwelt zusammen, welche in Echtzeit generiert wird. Diese sogenannten Punktwolken sind so detailliert, dass sie nicht nur dazu verwendet werden können Objekte zu erkennen, sondern auch, um sie zu identifizieren.  Anhand dieser Informationen ist das Fahrzeug im Stande, die richtigen Fahrentscheidungen abzuleiten.

Limitierungen herkömmlicher LiDAR Scanner

LiDARs bestehen aus drei Hauptkomponenten: Scanner, Detektor und Strahlablenkungseinheit. Die herkömmliche LiDAR-Generation nutzt Getriebe und Motoren, um die Laserpulse mechanisch über die Umgebung zu lenken. Diese Mechanik ist empfindlich und damit für Belastungen wie sie beispielsweise beim Autofahren auftreten, nicht ideal. Darüber hinaus sind solche mechanischen LiDAR wegen der kostenintensiven Komponenten und ihrer komplexen und manuellen Bauweise enorm teuer. Tausende von Dollar kosten die günstigsten LiDAR-Modelle.

Massentaugliche LiDAR-Technologie

Die Lösung sind sogenannte Solid-State LiDAR Sensoren, welche ohne mechanisch bewegliche Bauteile auskommen. Etwa solche, die auf MEMS-Technologie basieren. Sie können – ähnlich wie Computerchips – standardisiert und in hoher Stückzahl hergestellt werden, sind deutlich weniger komplex im Aufbau, außerdem robuster, kleiner und kostengünstiger als ihre Vorgänger. Das LiDAR-Startup Blickfeld knüpft genau hier an und bietet eine signifikante Kostensenkung zusammen mit einem skalierbaren Produktionsprozess, welche die Serienreife in der Großserie ermöglichen. So kann der Massenmarkt für LiDAR-Sensorik geöffnet werden.

Der Cube ist Blickfelds erster 3D-Sensor, der in Serie produziert werden wird. Zahlreiche weitere Einsatzfelder neben dem Automobilsektor können von einem breiten Einsatz kostengünstiger und massentauglicher LiDAR-Technologie profitieren: Internet of Things, Smart City, Logistik, Industrie und Landwirtschaft sowie Security-Lösungen bieten ideale Anknüpfungspunkte für hochpräzise Umfelderfassung und autonomes Navigieren.

 

Airbus, Celonis and Blickfeld win the German Innovation Award

Blickfeld gewinnt den Deutschen Innovationspreis 2019

Das Münchner LiDAR-Unternehmen Blickfeld wurde mit dem Deutschen Innovationspreis in der Kategorie Startup ausgezeichnet. Als große Pluspunkte bewertete die Jury den Innovationsgrad und die Marktchancen der neuen Technologie.

Blickfeld wins the German Innovation Award in the startup category

Als Laudator der Kategorie Start-ups zeichnet Wirtschaftswoche Chefredakteur Beat Balzli (rechts) die Blickfeld Gründer aus, Florian Petit (links) und Mathias Müller (Mitte)

Der Deutsche Innovationspreis ist eine Initiative von Accenture, EnBW, Wirtschaftswoche und ada. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Der Preis, der 2009 ins Leben gerufen und in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben wurde, würdigt herausragende, zukunftsweisende Innovationen deutscher Unternehmen, die mit ihrer Innovationskraft Geschäft und Märkte verändern. Der Preis wird in den Kategorien Großunternehmen, Mittelständische Unternehmen und Start-ups vergeben. Hierbei werden neben Produktneuheiten auch innovative Geschäftsmodelle, Prozesse und Services sowie Organisations- und Marketinginnovationen berücksichtigt. Alle Einreichungen werden von einer Experten-Jury anhand ihrer Konzeption, Innovationshöhe, Marktchancen, Markterfolg und ihrem Bezug zum Standort Deutschland bewertet.

Festive gala at the German Innovation Award

 

Preisträger in der Kategorie Start-ups ist die Münchner Ideenschmiede Blickfeld, die eine neuartige Laserscanner-Technologie (LiDAR) entwickelt hat. LiDAR erzeugen hochaufgelöste Tiefenkarten, die sich hervorragend für die Umgebungswahrnehmung eignen. Anders als bei herkömmlichen Sensoren hat Blickfeld die Laserstrahl-Ablenkeinheit neu erfunden. Scanner sind damit skalierbar produzierbar, wartungs- und verschleißfrei und ermöglichen es, eine hohe Reichweite, Auflösung und ein großes Sichtfeld zu scannen. Sie sind damit unter anderem in der autonomen Mobilität einsetzbar, aber beispielsweise auch in der Robotik. Als große Pluspunkte bewertete die Jury Innovationshöhe und Marktchancen der neuen Technologie. Vor rund 250 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Gesellschaft wurde Blickfeld neben Airbus und Celonis im festlichen Ambiente des Münchner Kesselhauses die begehrte Trophäe verliehen.

ÜBER BLICKFELD
Blickfeld, 2017 in München gegründet, ist ein Anbieter von 3D-LiDARProdukten für autonome Fahrzeuge und IoT-Anwendungen. Das Unternehmen hat eine eigene LiDAR-Technologie entwickelt, die auf patentierten Silizium-MEMS-Spiegeln sowie auf handelsüblichen Komponenten basiert. Die Blickfeld-LiDAR-Produktfamilie erfüllt höchste Leistungsanforderungen im Hinblick auf Kosten und Größe, die für den Massenmarkt erforderlich sind.
Das Team von Blickfeld besteht aus erfahrenen Fachleuten mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Elektronik, Optik, MEMS und Software. Das Unternehmen wird von den Venture-Capital-Investoren Fluxunit – OSRAM Ventures, High-Tech Gründerfonds, Tengelmann Ventures und Unternehmertum Venture Capital Partners finanziell unterstützt.