Effizientes Abfalllagermanagement

Quvo – Levenseat Renewable Energy Ltd.: Optimiertes Abfalllagermanagement dank Volumenerfassung mit LiDAR

Überblick

 

Nicht alle Abfallstoffe können effektiv aus dem Abfallstrom zurückgewonnen und recycelt werden. Um die Entsorgung auf Deponien zu minimieren, wird der verbleibende Abfall, der so genannte Restmüll, thermisch behandelt, um Energie zu gewinnen. Levenseat Renewable Energy Ltd., ein schottisches Unternehmen für Ressourcenmanagement, betreibt für diesen Zweck eine große Abfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage.

Bevor der Restmüll behandelt und verbrannt werden kann, wird das eingehende Material zunächst in einer geräumigen Halle von 52 x 52 Metern angeliefert. Diese Halle dient als Zwischenlager für das ankommende Material, überwiegend Siedlungsabfälle, die noch nicht sortiert sind. Die Abfälle werden in einer Wertstoffrückgewinnungsanlage aufbereitet, in der verwertbare Stoffe aussortiert werden.

Angesichts der beachtlichen Größe der Halle von Levenseat sind präzise Daten über den aktuellen Materialbestand für eine effiziente logistische Planung und Bestandsverwaltung unerlässlich, da genaue Bestandsinformationen eine optimale Verarbeitung ermöglichen und Sicherheitsrisiken minimieren. Durch die Integration der Blickfeld Volume Monitoring-Lösung konnte unser Partner Quvo die bisherigen ungenauen Messverfahren bei Levenseat erfolgreich ablösen. Das Unternehmen erhält nun präzise Volumendaten in Echtzeit, was eine bessere Kontrolle über das eingehende Material ermöglicht und die betriebliche Effizienz insgesamt steigert.

Herausforderung

Waste piles storage hall volume monitoring

Bislang war es aufgrund der immensen Größe der Abfallberge sowie der ständigen Materialbewegungen zur Sortierung mit den bestehenden Methoden nahezu unmöglich das Volumen genau zu bestimmen. Die Erfassung der eingehenden Siedlungsabfälle basierte auf visuellen Schätzungen und der Zählung von LKWs, was zu verzerrten Bestandsdaten und letztlich zu ineffizientem Bestandsmanagement führte.

Wenn es aufgrund von Prozessverzögerungen wie Maschinen-Ausfällen zu einer übermäßigen Ansammlung von Material in der Lagerhalle kam, entstanden bei Levenseat Sicherheitsbedenken. Die beträchtliche Menge an Abfall erhöhte das Brandrisiko, brachte die Lagerkapazität an ihre Grenzen und erforderte teilweise die Umleitung von LKWs zu anderen Standorten, was sich negativ auf die logistische Effizienz auswirkte. Umgekehrt führte die unzureichende Auslastung des Lagerfläche zuweilen zu verpassten Chancen: Verfügbare Verarbeitungsressourcen wurden nicht vollständig genutzt und es wurde weniger produziert, als möglich gewesen wäre, was sich letztlich in den Zahlen niederschlug.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, war das Unternehmen auf der Suche nach einem automatisierten und zuverlässigen System, das präzise Bestandsdaten in Echtzeit bereitstellt. Ziel war es, dadurch eine effektive Nutzung der Lagerfläche zu ermöglichen, die logistische Planung zu optimieren und Strategien zur Reduzierung von Sicherheits- sowie wirtschaftlichen Risiken zu entwickeln.

Lösung

Zur Erfassung der großen Lagerfläche wurden vier Blickfeld Cube 1 LiDAR-Sensoren an der Hallendecke montiert. Die laserbasierte Technologie sammelt kontinuierlich Daten und erstellt ein detailliertes 3D-Bild der Oberflächen der Abfallhaufen. Die zugehörige Perzeptionssoftware nutzt diese Informationen, um das Volumen genau zu berechnen. Die erfassten Volumendaten werden anschließend in Echtzeit auf einem benutzerfreundlichen Dashboard angezeigt. Dadurch kann das Team von Levenseat jederzeit und von überall aus direkt den aktuellen Lagerbestand einsehen – ein einfacher Mausklick genügt, selbst wenn die Mitarbeiter nicht physisch vor Ort sind. Die genauen Echtzeitdaten machen demnach manuelle Schätzungen und Berechnungen des Bestands überflüssig, wodurch Zeit gespart und der Arbeitsaufwand reduziert wird.

Waste pile 3D point cloud volume monitoring

Levenseat kann nun die Effizienz sowohl im Lager als auch in den Logistikprozessen durch schnelle Anpassungen an die aktuelle Materiallage steigern. Zudem können LKWs besser disponiert und die Verarbeitungsmenge entsprechend gesteuert werden, wodurch Arbeitsabläufe optimiert werden. Dadurch kann das Unternehmen die Verarbeitungsmaschinen optimal auslasten, proaktiv auf Sicherheitsrisiken reagieren und Verzögerungen in der Verarbeitung minimieren. So erzielt Levenseat eine verbesserte Effizienz und Effektivität bei der Verwaltung seiner Abläufe.

Bis jetzt haben wir das Material in der Halle geschätzt, was zu inkorrekten Daten führte. Jetzt haben wir Daten in Echtzeit, die auf Abruf verfügbar sind, wodurch wir eine bessere Kontrolle über das eingehende Material haben: Wenn wir zum Beispiel zu viel Material in der Halle haben, können wir die Lieferungen für diesen Tag reduzieren, bis der Prozess wieder aufgeholt hat.
Gary Lumsden
Technischer Leiter von Levenseat Renewable Energy Ltd.

Ausblick

Zusätzliche Installationen an einem zweiten Standort sind in Planung, um das Sensorsystem zu erweitern. Dadurch erhält Levenseat Echtzeit-Bestandsdaten von mehreren Standorten, was eine verbesserte Bestandsverwaltung, Kapazitätsplanung und allgemeine betriebliche Effizienz an allen Standorten ermöglicht.

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