{"id":29463,"date":"2024-06-17T07:43:31","date_gmt":"2024-06-17T07:43:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.blickfeld.com\/?post_type=blog&#038;p=29463"},"modified":"2025-06-11T12:46:17","modified_gmt":"2025-06-11T12:46:17","slug":"abfallverbrennung-co2-steuer-berechnen","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/blog\/abfallverbrennung-co2-steuer-berechnen\/","title":{"rendered":"CO\u2082-Steuer f\u00fcr Abf\u00e4lle berechnen \u2013 mit LiDAR zur genauen Mengenerfassung"},"content":{"rendered":"\n<p>Deutschland verfolgt ehrgeizige Klimaschutzziele: Bis 2030 sollen die CO\u2082-Emissionen um 65 Prozent gegen\u00fcber 1990 sinken, bis 2045 will das Land treibhausgasneutral sein. Ein zentraler Hebel daf\u00fcr ist das <a href=\"https:\/\/www.bmuv.de\/gesetz\/brennstoffemissionshandelsgesetz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Brennstoffemissionshandelsgesetz<\/a> (BEHG), das Unternehmen verpflichtet, Emissionszertifikate f\u00fcr CO\u2082-Aussto\u00df zu erwerben. Seit Januar 2024 gilt diese Regelung auch f\u00fcr Betriebe der thermischen Abfallverwertung. Wer nun die CO\u2082-Steuer f\u00fcr Abf\u00e4lle berechnen muss, steht vor einer Herausforderung: Die verbrannten Abfallmengen lassen sich oft nur ungenau erfassen \u2013 und unpr\u00e4zise Daten f\u00fchren schnell zu unn\u00f6tigen Kosten oder rechtlichen Risiken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Idee hinter der CO2-Steuer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn Unternehmen Produkte auf den Markt bringen, die CO\u2082 aussto\u00dfen (z.\u202fB. Erdgas, Heiz\u00f6l oder Kohle), dann m\u00fcssen sie daf\u00fcr beim Umweltbundesamt Emissionszertifikate kaufen. Seit Januar 2024 gilt diese Regel auch f\u00fcr Betriebe, die Abfall verbrennen. Derzeit liegt der Preis bei 45 Euro pro Tonne CO\u2082, 2025 steigt er auf 55 Euro. Ab 2026 sollen die Zertifikate auf europ\u00e4ischer Ebene innerhalb eines noch festzulegenden Preiskorridors versteigert werden. Diese Preiskorridore sollen 2027 wegfallen, dann wird der Preis frei vom Markt bestimmt. Die Einnahmen flie\u00dfen direkt in den Klima- und Transformationsfonds f\u00fcr die Energiewende.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/shutterstock_80620522-1024x683.jpg\" alt=\"M\u00fcllverbrennungsanlage mit aufsteigendem Rauch\" class=\"wp-image-29538\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/shutterstock_80620522-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/shutterstock_80620522-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/shutterstock_80620522-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/shutterstock_80620522-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/shutterstock_80620522-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">M\u00fcllverbrennungsanlage: Den CO2-Aussto\u00df exakt messen, um Geb\u00fchren zu optimieren<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf thermische Abfallentsorger kommen also steigende Kosten zu, die sp\u00e4testens im Zuge der marktgesteuerten Preisbildung ab 2027 nicht mehr exakt vorhersagbar sind. Doch dass die Kosten dadurch immer weiter steigen werden, scheint klar. Zumindest teilweise werden die Zusatzkosten sicherlich auch \u00fcber steigende Geb\u00fchren bei den B\u00fcrger:innen ankommen. Diese Entwicklung ist vom Gesetzgeber so gewollt, um Anreize f\u00fcr die Einf\u00fchrung alternativer, umweltfreundlicher Technologien zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist also im Sinne der Abfallverbrenner, die Geb\u00fchren so genau wie m\u00f6glich zu berechnen, um nicht zu viel zu bezahlen oder bei Unterzahlung im Nachhinein durch Strafgeb\u00fchren h\u00f6here Kosten als n\u00f6tig stemmen zu m\u00fcssen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bewerten Betriebe die verbrannten Mengen zu hoch, steigt die Belastung durch die Geb\u00fchren unn\u00f6tig.<\/li>\n\n\n\n<li>Geben die Unternehmen hingegen zu geringe Mengen an, drohen Geldbu\u00dfen, Nachzahlungen zu erh\u00f6hten Tarifen und schlimmstenfalls die Sperrung des Kontos im nationalen Emissionshandelsregister.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aber: Es ist oft herausfordernd, die Abfallmenge exakt zu bestimmen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Es kommen bisher, mangels besserer L\u00f6sungen, meist ungenaue Methoden bei der Mengenerfassung zum Einsatz. Eine klassische Vorgehensweise ist es, Lkw-Ladungen zu z\u00e4hlen und mit einem gesch\u00e4tzten Durchschnittswert pro Ladung zu multiplizieren. Die Schwankungen des tats\u00e4chlichen Volumens und die innerhalb der Anlage auftretenden Ver\u00e4nderungen bleiben dabei unber\u00fccksichtigt und f\u00fchren zu Fehleinsch\u00e4tzungen des Bestands.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auch ein periodisches Wiegen einzelner Ladungen liefert keine Daten, die ausreichen, um bei der Berechnung der CO\u2082-Steuer f\u00fcr Abf\u00e4lle einen Schutz vor unn\u00f6tigen Kosten zu garantieren. Au\u00dferdem ist Wiegen oft ein zeit-, personal- und kostenintensiver Vorgang.<br>Eine andere M\u00f6glichkeit ist das Sch\u00e4tzen nach Augenma\u00df. Doch dabei liegen selbst erfahrene Mitarbeitende oft weit daneben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schnelle und pr\u00e4zise Volumenbestimmung mit LiDAR-Technologie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Neuerdings gibt eine unkomplizierte und personalschonende L\u00f6sung, um das Volumen von Sch\u00fcttgut pr\u00e4zise zu bestimmen: <a href=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/anwendungen\/volumenerfassung\/\">LiDAR<\/a>. M\u00fcllentsorger m\u00fcssen lediglich Sensoren so positionieren, dass sie die M\u00fcllberge \u00fcberblicken. Die Ger\u00e4te sind kompakt und k\u00f6nnen einfach in der bestehenden Infrastruktur wie beispielsweise an der Hallendecke oder an S\u00e4ulen montiert werden. Die robusten Sensoren scannen die Oberfl\u00e4che der Haufen mithilfe von hunderttausenden Laserpulsen pro Sekunde zentimetergenau ab.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"545\" src=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Punktwolke-Bunker-edited-1024x545.png\" alt=\"3D-LiDAR Punktwolke M\u00fcllbunker Volumenzonen\" class=\"wp-image-29471\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Punktwolke-Bunker-edited-1024x545.png 1024w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Punktwolke-Bunker-edited-300x160.png 300w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Punktwolke-Bunker-edited-768x409.png 768w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Punktwolke-Bunker-edited-1536x818.png 1536w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Punktwolke-Bunker-edited.png 1769w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">3D-Punktwolke mit Volumenzonen eines Abfallbunkers<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine Software erstellt dann anhand der Lichtlaufzeit der Laserpulse ein 3D-Modell des Haufens, auf Wunsch sekundengenau. Die Bestandswerte liegen digital vor und k\u00f6nnen automatisiert in die IT-Landschaft oder die Cloud \u00fcbertragen werden. So stehen die aktuellen Zahlen den Mitarbeitenden jederzeit zur Verf\u00fcgung, beispielsweise \u00fcber ein webbasiertes Dashboard auf dem Tablet oder Smartphone. So profitieren Verwertungsunternehmen von digitalisierten, automatisierten Prozessen und wissen jederzeit, wie viel M\u00fcll sie verbrennen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"559\" src=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dashboard-Volume-Monitoring-1024x559.png\" alt=\"Volume data dashboard for CO2 tax calcuation\" class=\"wp-image-29476\" style=\"width:430px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dashboard-Volume-Monitoring-1024x559.png 1024w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dashboard-Volume-Monitoring-300x164.png 300w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dashboard-Volume-Monitoring-768x419.png 768w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dashboard-Volume-Monitoring-1536x838.png 1536w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dashboard-Volume-Monitoring-2048x1118.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Visualisierung der 3D-Punktwolke sowie der Volumendaten auf dem Dashboard<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kapazit\u00e4ten durch Digitalisierung bestm\u00f6glich aussch\u00f6pfen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Durch LiDAR-Sensoren und die durch sie erm\u00f6glichten h\u00f6heren Digitalisierungsgrade gewinnen Betriebe nicht nur genaue Daten f\u00fcr eine korrekte Berechnung der CO\u2082-Steuer f\u00fcr Abf\u00e4lle. Sie profitieren viel grunds\u00e4tzlicher: Sie k\u00f6nnen die pr\u00e4zisen Bestandsdaten daf\u00fcr nutzen, ihre Anlagen- und Lagerkapazit\u00e4ten optimal auszusch\u00f6pfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wollen Betriebe der thermischen Entsorgung die Abfallmengen f\u00fcr die Berechnung von CO\u2082-Geb\u00fchren bestimmen, ist LiDAR-Technologie eine Alternative zum Z\u00e4hlen, Wiegen oder Sch\u00e4tzen der Best\u00e4nde, die besonders pr\u00e4zise, flexibel und personalschonend arbeitet. Moderne LiDAR-Sensoren sind kosteng\u00fcnstig, schnell installiert und arbeiten wahlweise als webbasierte Stand-alone-L\u00f6sung oder integriert in ein \u00fcbergeordnetes IT-System. So k\u00f6nnen Unternehmen ihre Lagerbest\u00e4nde effizient verwalten und verhindern zu hohe CO\u2082-Steuern f\u00fcr Abf\u00e4lle.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Januar 2024 m\u00fcssen Abfallverwertungsbetriebe j\u00e4hrlich steigende Abgaben f\u00fcr jede durch M\u00fcllverbrennung ausgesto\u00dfene Tonne CO2 zahlen. 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