{"id":28688,"date":"2024-05-14T09:27:56","date_gmt":"2024-05-14T09:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.blickfeld.com\/?post_type=blog&#038;p=28688"},"modified":"2025-06-06T09:11:50","modified_gmt":"2025-06-06T09:11:50","slug":"3d-lidar-gegen-geldautomatensprengungen","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/blog\/3d-lidar-gegen-geldautomatensprengungen\/","title":{"rendered":"So sch\u00fctzen sich erste Banken mit LiDAR-Sensoren gegen Geldautomatensprengungen"},"content":{"rendered":"\n<p>Koblenz, die Nacht des 29.12.2022: Ein Wachmann zieht seine Runde. Er l\u00e4uft M\u00e4nnern in die Arme, die eine Geldautomatensprengung vorbereiten. Sie schlagen ihn nieder, zwingen ihn, sich im Wachraum auf den Boden zu legen, sprengen schlie\u00dflich in wenigen Metern Entfernung den Automaten. Die Folge: Der Wachmann erleidet Prellungen, ein Knalltrauma und wird mit einem schweren Schock ins Krankenhaus gebracht. Leider kein Einzelfall. 2022 kam es in Deutschland zu 660 physischen Angriffen auf Automaten, mit einem Beuteschaden von rund 30 Millionen Euro, zeigt das \u201e<a href=\"https:\/\/www.bka.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Publikationen\/JahresberichteUndLagebilder\/AngriffeGeldautomaten\/angriffeGeldautomatenBundeslagebild2022.html?nn=60672\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundeslagebild Angriffe auf Geldautomaten<\/a>\u201c des Bundeskriminalamts.&nbsp;Ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und gleichzeitig der h\u00f6chste Wert seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2005. <strong>Klar dabei zu erkennen:<\/strong> <strong>der Trend zur Sprengung<\/strong>. Eine Methode, die zu weitaus gr\u00f6\u00dferen Sch\u00e4den als Knalltraumata f\u00fchren kann. Gerade wenn Kriminelle die Stoffe selbst zusammenmischen, k\u00f6nnen sie die Wucht der Explosion oft nicht einsch\u00e4tzen. Zudem k\u00f6nnen Nachexplosionen auftreten, die Einsatzkr\u00e4fte gef\u00e4hrden. Weniger schlimm, aber \u00e4rgerlich und teuer, sind die Sch\u00e4den an Geb\u00e4uden. Gr\u00fcnde gibt es also genug, die Sicherheitsvorkehrungen zu versch\u00e4rfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Automaten fl\u00e4chendeckend mit Farbpatronen ausstatten? Aufwendig, teuer und nicht sicher genug<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Doch wie lassen sich Kriminelle nachts von Geldautomatensprengungen abhalten? Gerade in abgelegenen Gegenden ist zu sp\u00e4ter Stunde niemand mehr auf der Stra\u00dfe. Die Tat l\u00e4sst sich also in aller Ruhe vorbereiten. Sogar behaglich im Warmen, wenn die Bankfiliale \u00fcber einen Selbstbedienungsbereich verf\u00fcgt, den Kund:innen mit ihrer Bankkarte rund um die Uhr betreten k\u00f6nnen. <strong>Die SB-Bereiche deshalb nach Feierabend sicherheitshalber schlie\u00dfen, f\u00fcr den gesamten Abend und die ganze Nacht?<\/strong> F\u00fcr einige Banken angesichts steigenden Drucks eine Ma\u00dfnahme, die sie allerdings nur z\u00e4hneknirschend umsetzen, denn Kund:innen drohen unzufrieden zu werden. <strong>Der Ruf nach einer Alternative ist gro\u00df.<\/strong> Zu den bisherigen L\u00f6sungen z\u00e4hlen beispielsweise <strong>Farbpatronen in den Geldkassetten<\/strong>, die das Geld nach einer Sprengung markieren und unbrauchbar machen. Spricht sich die Ma\u00dfnahme rum, sinkt die Motivation der Kriminellen, aber von zuverl\u00e4ssigem Schutz kann keine Rede sein. Zudem ist es teuer f\u00fcr Banken, Automaten fl\u00e4chendeckend umzur\u00fcsten, da nur Personal mit Sprengberechtigung nach \u00a7 20 des Sprengstoffgesetzes mit den Patronen arbeiten darf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Automatische Rolltore einsetzen? L\u00f6sung scheitert oft an Sicherheitskameras und Bewegungsmeldern<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit, um Banken vor Geldautomatensprengungen zu sch\u00fctzen: <strong>Den SB-Bereich nicht direkt mit der Filiale schlie\u00dfen, sondern erst zu den kritischsten Zeiten mit Rolltoren sch\u00fctzen, etwa nach Mitternacht.<\/strong> Doch welche Mitarbeitenden wollen zu dieser Zeit schon Filialen abfahren? Als L\u00f6sung hierf\u00fcr sind <strong>automatische Rolltore<\/strong> naheliegend. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"979\" height=\"653\" src=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Rolling-gate-2.png\" alt=\"Automatisierte Rolltorl\u00f6sungen gegen Geldautomatensprengungen\" class=\"wp-image-28955\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Rolling-gate-2.png 979w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Rolling-gate-2-300x200.png 300w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Rolling-gate-2-768x512.png 768w\" sizes=\"(max-width: 979px) 100vw, 979px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Rolltore zur Absicherung von SB-Bereichen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine Automation funktioniert allerdings nur dann, wenn das Security-System erkennt, ob sich im Raum noch jemand befindet \u2013&nbsp;etwa eine Kundin oder ein Kunde, die zu sp\u00e4ter Stunde Geld abheben, oder eine obdachlose Person, die den SB-Bereich als Schlafplatz nutzt. Die Rolltore im Fall eines leeren Raumes dann um Mitternacht zu aktivieren, ist ein Kinderspiel der Automatisierung. Schwieriger allerdings ist es, Sensoren zu finden, die erkennen, ob der Raum tats\u00e4chlich leer ist. <strong>Sicherheitskameras und Bewegungsmelder sto\u00dfen hier schnell an ihre technischen Grenzen<\/strong> \u2013&nbsp;besonders dann, wenn die Lichtverh\u00e4ltnisse schlecht sind und sich auf dem Boden schlafende Personen nicht bewegen. Schnell k\u00f6nnte es dann passieren, dass sie eingesperrt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Alternative zu klassischen Kameras verspricht hier Abhilfe: LiDAR-Sensoren<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/blog\/was-ist-lidar\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/blog\/was-ist-lidar\/\">LiDAR-Sensoren<\/a> senden Laserstrahlen aus, fangen die Reflexionen ein und erstellen anhand der Lichtlaufzeit 3D-Karten von Umgebungen in Echtzeit. Eine Analysesoftware detektiert pr\u00e4zise Objekte und Personen innerhalb der Daten \u2013 selbst bei Dunkelheit. Die Erkennung von Gesichtern ist dabei dank der dreidimensionalen Natur der Daten ausgeschlossen. Die Anwendung ist datenschutzkonform. LiDAR-Sensoren sind somit bestens geeignet, um als Teil eines automatisierten Sicherungssystems mit Rolltoren Banken vor Geldautomatensprengungen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund ihrer kompakten Gr\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen Banken die Ger\u00e4te bequem in die Ecken eines Geldautomatenraums montieren und \u00fcber Ethernet mit ihrem IT-System verbinden k\u00f6nnen \u2013&nbsp;\u00e4hnlich wie eine klassische \u00dcberwachungskamera. Von dort \u00fcberblicken die LiDAR-Sensoren dann den gesamten SB-Bereich.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so funktioniert eine moderne Security-L\u00f6sung mit LiDAR-Sensoren im Alltag, um Banken vor Geldautomatensprengungen zu sch\u00fctzen: Die Sensoren f\u00fchren in der Sekunde Zehntausende Messungen im SB-Raum durch. Eine On-Device-Erkennungssoftware wandelt die Messwerte in Echtzeit in eine 3D-Punktwolke um. Im n\u00e4chsten Schritt speichert die Software die Darstellung des leeren Raums. Bindet die Bank das Programm dann \u00fcber Web-IO-Schnittstellen in das Geb\u00e4udeautomationssystem ein, k\u00f6nnen sich Rolltore zu einem gew\u00fcnschten Zeitpunkt automatisch schlie\u00dfen \u2013&nbsp;vorausgesetzt, die Software erkennt keine Abweichungen im 3D-Bild der LiDAR-Sensoren, etwa in Form einer Person, die auf dem Boden schl\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"549\" height=\"483\" src=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/LiDAR-monitoring-self-service-area.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-28866\" srcset=\"https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/LiDAR-monitoring-self-service-area.png 549w, https:\/\/www.blickfeld.com\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/LiDAR-monitoring-self-service-area-300x264.png 300w\" sizes=\"(max-width: 549px) 100vw, 549px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">3D-LiDAR Sensoren erfassen Personen im SB-Bereich einer Bank<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Durch den dreidimensionalen Charakter der Daten erfasst das System zuverl\u00e4ssig und direkt, ob sich Objekte in den Sicherheitszonen befinden, ohne dass weitere Interpretationsschritte, wie bei 2D-Kamera-Daten erforderlich sind. Somit ist es dank des Einsatzes von LiDAR-Sensoren nahezu unm\u00f6glich, dass Menschen vom System in den SB-Bereich eingeschlossen werden. Stattdessen sendet das Geb\u00e4udeautomationssystem in diesem Fall eine Warnmeldung an den Sicherheitsdienst, der die Situation vor Ort aufl\u00f6st und die Rolltore manuell schlie\u00dft. In jedem Fall k\u00f6nnen Sprengstoff-Attent\u00e4ter den Bereich nach der Abriegelung nicht mehr betreten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>3D LiDAR als effiziente Sicherheitsl\u00f6sung<\/strong> <strong>gegen Geldautomatensprengungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Bedrohungslage durch Geldautomatensprengungen w\u00e4chst. Banken m\u00fcssen hier in Zukunft den Spagat zwischen Sicherheit und langen \u00d6ffnungszeiten im SB-Bereich meistern. Effektiv gelingt das mit automatischen Rolltoren mit LiDAR-Sensoren. Die Sensoren erkennen Objekte und Personen zuverl\u00e4ssiger als 2D-Kameras \u2013&nbsp;selbst in Dunkelheit. Sie arbeiten datenschutzkonform, sind kompakt und einfach nachr\u00fcstbar. Banken bieten die Sensoren somit eine effiziente Sicherheitsl\u00f6sung mit einem schnellen Return-on-Invest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anzahl an Geldautomatensprengungen in Deutschland steigt rasant. Banken suchen h\u00e4nderingend nach neuen Sicherheitsl\u00f6sungen, um die besonders gef\u00e4hrdeten Selbstbedienungsbereiche (SB-Bereiche) weiterhin \u00f6ffnen zu k\u00f6nnen. Warum und wie in immer mehr Filialen moderne LiDAR-Sensoren f\u00fcr mehr Sicherheit sorgen, diskutiert dieser Blogbeitrag.<\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":28947,"template":"","blog-tags":[233,569,187],"blog-category":[602],"class_list":["post-28688","blog","type-blog","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","blog-tags-anwendungsbeispiele","blog-tags-kritische-infrastruktur","blog-tags-security-de","blog-category-security-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/28688","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/28688\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28978,"href":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/28688\/revisions\/28978"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"blog-tags","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog-tags?post=28688"},{"taxonomy":"blog-category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.blickfeld.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog-category?post=28688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}